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Mittwoch, 3. September 2014

Der Friede sei mit dir! - Ein i'slam von Tochter und Mutter.... ;-)

Der Friede sei mit dir 


As-salamu alaikum dies ist mein Gruß an euch
Diese Worte sind in den Ohren ein wohltuendes Geräusch

Ich wünsche euch den Frieden und Allahs Segen
auf all euren verschiedenen Wegen

Doch wieso wünsche ich euch Frieden?
Ja, ich soll all meine Geschwister lieben

Und was macht uns zu Geschwistern?
Ja, das ist eine Frage an dich brother and sister

Wir haben viel mehr gemeinsam als genetische Äußerlichkeiten
Vielmehr ist es die Art wie wir unser Leben bestreiten 

Uns verbindet die beste Lebensphilosophie
Deswegen befinden wir uns inshaAllah in seelischer Harmonie

Fünfmal am Tag beten wir gemeinsam
Nein, ein Muslim ist nicht einsam

Wir sind eine Ummah und wir sollten uns respektieren und lieben
Wir müssen zusammenhalten und uns nicht gegenseitig bekriegen.

Der Prophet hat gesagt, wir sollen zu unseren Geschwistern stehen, wenn sie im Recht sind oder auch nicht
Dies ist unsere heilige Pflicht

Doch wie sollen wir zu ihnen stehen, wenn sie im Unrecht sind;
Sind wir für das Unrecht dann etwa blind?

Nein, nein, ganz im Gegenteil!
Wir sorgen dafür, dass sie nicht im Unrecht verweilen

Wie? Ich weise auf beste Art und Weise auf das Unrecht hin,
denn ich weiß, dass auch ich voller Fehler bin 

Wisst ihr, was das Beten, Fasten und Spenden noch übertrifft?
Der Prophet (Heil und Segen auf ihm) verriet es uns in einer Schrift

Einen Streit zu schlichten und zwei teure Menschen zu versöhnen!
Vernichtung dagegen bedeutet es, sie zu entzweien oder zu verhöhnen.

Als Geschwister dürfen wir uns nicht unterdrücken oder belügen
Uns weder im Stich lassen, noch betrügen

Wir haben die Pflicht einander zu grüßen und zu besuchen;
keinen Argwohn zu hegen und den besten Umgang zu versuchen

Als Geschwister seien wir vor Zunge und Händen des anderen sicher und heil;
Denn manch üble Worte treffen härter als Bogen und Pfeil

Der Prophet (Heil und Segen auf ihm) hat gesagt: Der Gläubige ist eine Stätte der Zuneigung und Vertrautheit
Nur wer diese gibt und empfindet praktiziert die gute Geschwisterlichkeit

Der beste Glaube bedeutet, dass wir füreinander das wünschen, was wir für uns selber begehren
und füreinander verabscheuen, was wir uns selbst aus Abscheu verwehren

Ja, die Ummah ist wie ein einziger Körper, dem es schlecht ergeht,
Wenn Unterdrückung und Ungerechtigkeit besteht

Denn so wie der Wolf ein einzelnes Tier viel leichter erlegt,
müssen wir zusammenstehen, damit es uns mit Schaitan nicht genauso ergeht

Ich verrate dir nun ein Geheimnis, das dir sehr nützlich sein kann vor dem Sterben
So wie wir einander behandeln, so werden auch wir am jüngsten Tag von Allah behandelt werden

Am Tag der Auferstehung werden 7 Gruppen im Schatten seines Thrones verweilen;
Unter ihnen sind auch diejenigen, die die Menschen um Allahs Willen lieben und sich nur in dieser Art von Liebe beeilen

So, wie wir die Schwächen uns gegenseitig bedecken,
wird auch Allah unsere Schwäche verhüllen, wenn Er uns wird erwecken

Doch wenn wir die Fehler der anderen aufdecken,
Wird auch Allah unsere Fehler nicht verdecken

Denn nur wenn wir barmherzig zu sein sind bereit,
erlangen auch wir Allahs Barmherzigkeit 

Wenn wir einander helfen, können wir auf Allahs Hilfe hoffen
Nehmen wir jemanden von uns eine Last ab, steht uns von Allah Erleichterung offen

Es kostet mich nichts, dir ins Gesicht zu lächeln und dich zu grüßen
So kann ich doch dir und mir noch den Tag versüßen

Die Liebe die uns verbindet
ist für Allah; eine Liebe, die niemals schwindet

Darum wünschen wir einander den Frieden
Ja, weil wir uns lieben

Und damit diejenigen, die sich vorher vielleicht im Streit befanden,
im Schoß der Ummah und Allahs Barmherzigkeit landen

Der Friede sei mit euch – das ist mein Gruß in dieser finsteren Zeit
Ein Versprechen von mir und ein wichtiger Eid

Wo ringsherum die Welt in Chaos und Terror versinkt,
bleibt uns nur diese Hoffnung, die uns eine friedlichere Zukunft bringt.

So lasst uns miteinander den Frieden praktizieren und verbreiten
Um uns und die Menschen um uns herum in eine bessere Zeit zu geleiten

Wo der Frieden nicht nur eine schwache Hoffnung ist und ein Wort

sondern eine Realität an einem wunderschönen Ort









Dienstag, 19. August 2014

Ein aktueller und unverfälschter Bericht eines Augenzeugen aus Gaza

Meldung aus Gaza Aus dem Kriegs-Friedhof
Gaza am 13/08/2014 um 19 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die dreitägige Waffenpause ist fast zu Ende und noch ist unklar wie es weitergehen wird. Der
Vermittler sollte eigentlich den gleichen Abstand zu den zerstrittenen Parteien haben, und er
müsste auch auf beiden Seiten den gleichen Druck ausüben können. Er muss glaubwürdig,
unparteiisch sein und einen guten Ruf genießen - vor allem muss er von beiden Seiten akzeptiert
werden. Ich hoffe so sehr, dass das auf den Vermittler in unserer Situation zutrifft.

Als ich gestern mit Bekannten und Freunden in Richtung Shijaiaa aufbrach, hatten wir wenig
Ahnung davon, was wir dort zu sehen bekommen werden. Als wir dann dort ankamen waren wir
schockiert weil es nicht klar war, wo die Straße entlang ging. Es gab keine Grenzen mehr
zwischen den einzelnen Häusern, die Bagger haben "sehr gute Zerstörungsarbeit geleistet", totale
Zerstörung und Gestank von verwesenden Leichen und vom Blut. Das war sehr unerträglich und
beweist, dass noch Leichen (oder zerfetzte Leichenteile) unter den Trümmern liegen. Was für eine
Katastrophe, was für eine SCHANDE, dass dieser Völkermord unter den Augen und Ohren dieser
freien demokratischen Welt stattfindet und die Welt schaut weg. "Den Tieren in dem Zoo, geht es
besser als es uns hier in Gaza geht". Wären das Tiere gewesen, so gäbe es möglicherweise eine
UNO-Resolution, damit diese Tiere geschützt werden. Bitte verzeihen Sie mir diesen Vergleich..
Ich schäme mich so sehr dafür und bedauere es sehr. Diese Zeilen schreiben ich Ihnen, während
die Tränen mir unaufhörlich übers Gesicht laufen. Ich kann es einfach nicht glauben, dass so etwas
im 21. Jahrhundert möglich ist und Wirklichkeit werden kann.

Hier in Shijaiaa wurden ca. 3500 Häuser total demoliert und ca. 6500 Häuser teilweise zerstört. In
diesen Häusern lebten 120.000 Menschen. Nun sind sie obdachlos. Ich habe unter Ihnen Freunde
und Bekannte sowie Kollegen von der Universität. Es gibt auch Professoren, die Ihre Häuser auch
verloren haben. Diese letzte Vertreibung aus dem Paradies wird nicht nur ein einziges Nachwort
haben, es werden unzählige Nachworte sein. Sie werden sich an meine Worte erinnern. Es ist
irrsinnig, wozu die Menschen fähig sind. ABER das die Opfer von gestern die Täter von heute sind,
das ist, was mich sehr bedrückt und mir den letzten Atemzug nimmt.

Das Unrecht, was wir am eigenen Leib und Seele erleb(t)en, schreit bis zum siebten Himmel, und
ich frage, wo die Hüter der Menschenrechte sind, wo die aufrichtigen und freien Menschen dieser
Welt sich verstecken. Wo bleiben die Weltkirchen? Wo bleiben die Philosophen und Denker
unserer Zeit? Was ist wohl mit dieser Menschheit los? Sind wir wirklich noch Menschen? Haben
wir noch Gefühle. Das ist ungeheuerlich. Ich frage mich, WARUM? Ich will nur in Frieden und
Würde ein "HALBWEGS" normales Leben führen. Wenn das viel verlangt ist, so lassen Sie mich das
bitte wissen. Bringt das Morden, Zerstören und Vernichten Frieden? Hat eine Besatzungsmacht
auf Dauer je einen "KRIEG" gewonnen? Haben die Unterdrückten "längerfristig" je verloren?
Zum Schluss, diese Besatzung muss ein Ende haben und zwar hier und jetzt, NICHT Dort und
NICHT in einer Wochen. Es reicht… wenn es noch länger so weitergehen sollte, dann möchte ich
Sie darum bitten, nach unserem Tod Blumen auf unsere Gräber zu bringen.

Mit traurigen Grüßen aus dem Friedhof aus Gaza


Abed Schokry

Samstag, 26. Juli 2014

Gaza - das Morden geht weiter!

GAZA am 24.07.2014 um 16.00 Uhr

Die letzte Vertreibung aus dem Paradies !

Sehr geehrte Damen und Herren,
eben vor ca. 20 Minuten hat die moralischste Armee der Welt die UNWRA-Schule aus der Luft und vom Land aus mit Panzern angeschossen. Die Schule hatte für die Zivilbevölkerung geöffnet und so konnten dort zwischen 1000 – 1500 Menschen Schutz suchen. Die Ärzte und Krankenpfleger zählten über 150 Verletzte und 10 Tote.
Alles Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Zahl steigt weiter.
Dies ist übrigens das dritte Mal, dass die moralischste Armee der Welt eine UNWRA-Schule gezielt angegriffen hat. Diese Angaben stammen von der UNWRA selbst.
Eben kommt die Schwester meiner Frau, die direkt neben dieser Schule in Bet-Hanoun wohnt. Ihr Mann hat uns eben von diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erzählt.
So mussten wir die letzte Nacht die Zerstörung eines Drei-Etagen-Hauses, in welchem ein palästinensischer Journalist, der für die türkische Nachrichtenagentur Anadal arbeitet, miterleben.
Es war 20.00 h und wir waren gerade dabei unsere Fastenbrechen-Mahlzeit zu uns zu nehmen, da bebte unser Haus und wir hörten eine Explosion – ein Angriff in der Nähe unseres Hauses. Fünf Minuten später nahmen wir eine Rakete wahr – kurz darauf zerstörte eine F16 Rakete das Haus dann völlig. Eine schwarze Rauchwolke machte sich dann über unserem Wohnviertel breit.
Man kann sich kaum vorstellen, wie ein so großes Haus bebt und schaukelt.
Meine Kinder haben aus Angst geschrien, Tochter Safa hat die Nacht dann in meinen Armen verbracht, da sie nur noch weinen konnte.
Die moralischste Armee der Welt hat unser Dasein zur Hölle gemacht und wir fühlen uns als Bürger von Gaza wie die Kohle für den Backofen.
Ein Tag danach wurde ein Haus - auch in unserer unmittelbaren Nähe, mit zwei Raketen vorgewarnt. Das war in der Mittagszeit – erst um 1.15 h nach Mitternacht wurde das Haus dann total zerstört.
Die ganze Zeit waren wir, die Bewohner unseres Hauses, im Treppenhaus versammelt, da wir in Gaza keine Schutzbunker haben.
Erst nach dieser Attacke gingen wir dann alle in unsere Wohnungen. Parallel dazu hörten wir Panzer-Schüsse - auch von den Marine-Schiffen aus wurde auf die Häuser der zivilen Bevölkerung gezielt.
Manchmal lässt mich das Gefühl nicht los, dass wir in der Tat in der Hölle angekommen sind.
Leider kenne ich mich mit den internationalen Gesetzen zu wenig aus und ich stelle die Frage, „ welche Rechte wir als Nation, die seit Jahrzehnten immer noch unter Besatzung leben muss, haben?“
Was ist uns erlaubt und was ist uns verboten, um gegen die Besatzung zu kämpfen?
Darf uns der Staat Israel, der sich zur westlichen Gemeinschaft zählt, wirklich so
massakrieren? Was können wir dagegen tun?
Als wir in der letzten Woche die Toten begraben wollten und den Friedhof in Gaza-Stadt, Stadtteil El-Sheikhredwan erreichten, mussten wir feststellen, dass nur vier
Gräber vorbereitet waren. Tote waren es aber nun mal sechs. So fehlten uns nicht nur zwei Gräber, sondern auch Zement und Steine, um die beiden Gräber vorzubereiten.
Noch eine erschreckende Erkenntnis, die israelische Armee missbrauchte Zivilisten als Schutzschilder, während ihrem Einmarsch nach Bet-Hanoun.
Diesen Bericht erhielt ich von den Betroffenen, welche ich persönlich kenne.
Dass die moralischste Armee der Welt Moscheen angegriffen und zerstört hat ist bekannt - dass nun aber auch christliche Kirchen in Gaza angegriffen wurden ist neu.
Viele palästinensische Familien suchten während der Angriffe Zuflucht in den Kirchen in Gaza. Das ist der beste Beweis, dass die israelische Armee nicht wahrnehmen möchte, dass wir alle - Muslime und Christen, gemeinsam in Frieden und Freundschaft leben.
Die moralischste Armee der Welt hat sogar Giftgas eingesetzt, was auch im Stadtteil meiner Eltern zu spüren war. Einige Opfer mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Leider kennen wir die Gefahren und die Folgen solcher Giftgaseinsätze nicht.
Ein anderer Gedanke, der mir nicht aus dem Kopf geht:
„Ich bin Pazifist und lehne die Gewalt als Lösung von Konflikten kategorisch ab,
daher hasse ich die Waffenindustrie und möchte mich mit diesem Thema im Grunde nicht weiter beschäftigen“. Dennoch treibt mich die Frage um, ob es für Waffen ein Haltbarkeitsdatum gibt – auch verstehe ich darunter Sprengstoffe?
Könnte mir jemand eine Antwort darauf geben?
Es ist ungeheuerlich mit welcher Artillerie die moralischste Armee der Welt gegen eine ungeschützte Zivilbevölkerung vorgeht.
Das Töten, Abschlachten, Morden und Zerstören von Häusern, mit und ohne Bewohner, das Bombardieren von Moscheen, während der Gebetszeiten, das Demolieren von UNWRA-Schulen, in welchen die Menschen Schutz gesucht hatten.
Ist das nicht der Erfolg der israelischen Politik der heutigen israelischen Regierung?
Definitiv hat das israelische Militär den Krieg bereits verloren. Sie wurden selbst zur Zielscheibe. Aus den israelischen Pressemeldungen entnommen - hatten sie den Eindruck, als würden sie gegen Geister kämpfen!
Meine Geduld ist am Ende und meine Nerven liegen blank – ich kann auch nicht mehr
Schreiben, da ich innerlich vor Wut und Entrüstung koche. Eigentlich schäme ich mich für diese Welt, in welcher ich heute und hier lebe, denn diese Welt hat offenbar zweierlei Maßstäbe.
Woran erkenne ich die Menschenrechte bei den Massakern gegen unsere Zivilbevölkerung? Wo bleibt das internationale Rote Kreuz?
Und was soll ich von der sogenannten Genfer Konvention halten?
Bitte haben Sie Verständnis, dass mir die Kraft zum Schreiben ausgegangen ist.
Dies wird mein letzter Bericht während diesem verfluchten, verdammten und ungerechten Krieg sein.
Leider kann ich keine Antwort und auch keinen Sinn darin finden, dass die „Großen der Welt“ Israel grünes Licht für seine Verbrechen gegeben haben.
Diese Frage möchte ich Ihnen allen stellen.
Mit blutvermengten Grüßen aus der Hölle Gazas.
Dr. Abed Schokry